Sonntagsevangelium

 

 

Junger Mann

 

 

21. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk.13, 23-30)

Jesus zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf
und verkündete seine Lehre .Er sagte zu seinen Zuhörern:
„Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür
in das Reich Gottes zu gelangen, denn viele werden versuchen,
hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen“.

Zum Bedenken:

Mit dem Gleichnis von der engen Tür, die zum Reich Gottes führt,
meint Jesus wahrscheinlich die Stunde unseres Todes.
Uns allen ist klar, daß wir nichts Materielles mitnehmen können.
Jeder verteilt daher sein Vermögen früh genug
und mit besorgter Gerechtigkeit an seine Erben.
Jesus warnt uns aber vor einem anderen, unsichtbaren Gepäck,
das wir immer wieder mit uns herumtragen und nicht zurücklassen wollen.
In unseren Herzen nisten sich Unversöhnlichkeit, Schadenfreude,
Neid, Geiz, Rachsucht und vieles andere ein.
Wenn wir nicht zu Lebzeiten
diese üblen Gesinnungen
abzulegen versuchen und unsere Taten
von Herzen bereuen,
tragen wir sie bis zum Himmelstor.

Aber dort wird es sich spießen. Das Tor wird zu eng sein.
Im Himmel hat keine Rache, kein Geiz, kein Hochmut Platz.
Dort  geht man einander nicht aus dem Weg und sagt kein böses Wort mehr.
Darum sollen wir uns schon früh genug ehrlich und demütig bemühen,
Barmherzigkeit, Vergebung und Liebe zu schenken.
Dann wird Gott sich in unserer letzten Stunde erbarmen,
den restlichen Staub unserer Fehler abwischen
und uns mit Freude das Tor öffnen……E.O.

 

Das große Unglück dieser Welt,
der große Jammer dieser Zeit
ist nicht, daß es Gottlose gibt,
sondern, daß wir
so mittelmäßige Christen sind!…….G. Bernanos

 

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20. Sonntrag im Jahreskreis

 

 

 

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Hebräer (Hebr.12, 1-4):

Wir wollen alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen
und mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns bestimmt ist.
Noch aber haben wir uns im Kampf gegen die Sünde
nicht mit Entschiedenheit eingesetzt.

Zum Bedenken:
Ein Pauluswort zu aktuellem Anlaß: Olympiade in Brasilien!
Schon lange bereiten sich die Sportler darauf vor.
Keine Kosten, Gefahren und Strapazen werden gescheut
von Athleten und Zuschauern.“Brot und Spiele“
werden zum Lebensmittelpunkt für viele, aber für kurze Zeit.
Paulus muß sich auch für Sport interessiert haben,
denn er vergleicht unser Leben mit einem sportlichen Wettkampf.
Wie ein Athlet beim Wettkampf nicht allerlei Überflüssiges mitschleppen kann,
so sollen auch wir auf unserm Bewährungsweg des Lebens
unnütze und schädliche Lasten abwerfen:
Wir erleichtern unser Leben, wenn wir ängstliches Sorgen,
unerfüllbare Wünsche, schlechte Gewohnheiten, lähmende Feindschaften,
und noch vieles andere, vermeiden oder über Bord werfen.
Freilich sehen wir ein, daß diese Schwächen oder Sünden uns nur schaden,
aber kämpfen wir wirklich mit Entschiedenheit dagegen an?
Oft verlieren wir dabei den Mut und versinken in den alten Trott,
bis wir wieder auf der Nase liegen.
Gott schaut aber nicht darauf, ob wir große Erfolge vorweisen können,
er schaut auf unser ernstliches Bemühen , auf unsere Reue,
auf unser Aufstehen und neu anfangen wollen.
Er schaut auf die Hoffnung, die wir durch Jesus haben,
daß wir als Gottes Kinder in die Arme geschlossen werden,
wenn wir zurückkehren. Und von dieser Barmherzigkeit Gottes ist
kein Menschenkind auf dem Erdenrund ausgeschlossen……E.O.

Behüte uns, Gott, in deiner Gnade.
Sei uns Hilfe beim Aufbruch,
Trost auf dem Weg
und guter Empfang
am Ziel des heutigen Tages,
und am letzten Tag unserer Reise zu Dir! (Sonntags –Schott)

 

Kapelle

 

 

19. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas (LK. 12,12-48)
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Verschafft euch einen Schatz im Himmel,
der nicht abnimmt, den kein Dieb findet und den nicht die Motten fressen!
Denn, wo euer Schatz ist, wird auch euer Herz sein.

Zum Nachdenken: (K.B.Ritter)
Herr, du willst zu uns kommen mit deiner Wahrheit und Freude.
Aber wir müssen bekennen: Wir vergessen immer wieder darauf
und verlieren uns an vergängliche Dinge.
Wir haben unsere Tage vertan , wie ein Geschwätz.
Vieles haben wir gewollt,–aber Eines nur ist notwendig.
Herr, mache uns wach, daß wir uns aufmachen auf den Weg zu dir!

Schatzsuche
Mensch, überleg, wo ist dein Schatz?

Hast du das Herz am rechten Platz?
Ist Glück für dich, wenn Silber rollt,
wenn dir der Mammon Beifall zollt?
Bist du nur froh, wenn Ehr und Ruhm,
dir tropft auf’s Haupt und auf dein Tun?
Gibt es da noch andre Dinge,
die dein Leben wertvoll machen?
Vielleicht andern Freude bringen,
daß sie wieder fröhlich lachen?
Dann bist du am rechten Weg,
weil nur die Liebe einst beste.  E.O

Blumen

 

 

18. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas(Lk. 12, 13-21)

Jesus erzählte ein Gleichnis:
Die Felder eines reichen Mannes ließen eine gute Ernte erwarten.
Da überlegte er: Ich werde eine größere Scheune bauen
und dort meine Ernte unterbringen, dann habe ich bald einen großen Vorrat,
der viele Jahre reicht. Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht
wird dein Leben von dir  zurückgefordert werden. So geht es jedem,
der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist!

Zum Bedenken:
Meine Füße dürfen viele Wege gehen.
Meine Augen bewundern viel Schönes. in der Natur.
Können sie auch die Menschen, mit ihren Fehlern wohlwollend betrachten?
Meine Ohren erfreuen sich an Musik und Gesang.
Können sie auch für die Sorgen, die man mir anvertraut,
offen sein und für Tratsch und Klatsch geschlossen?
Mein Mund darf nach Herzenslust reden und Schmackhaftes essen,
aber spricht er auch die Wahrheit und hat er
ein freundliches Lächeln für alle, die es brauchen?

 

Vergängliches

Alles ist nur ein Hauch.
Was du errungen, ist bald verklungen,
Glück und Reichtum auch—-
alles ist nur ein Hauch!
Was du gewesen, ist bald vergessen,
Schönheit und Ehre auch—-
alles ist nur ein Hauch.
Doch all dein Lieben, das ist geblieben,
Helfen und Trösten auch,—
das war niemals ein Hauch!…..E.O.

 

Königskerze

 

 

17. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas: (Lk.11, 1-13) und Matthäus (Mt.6, 9-13)

Jesus war einmal beim Gebet und als er es beendet hatte,
sagte einer der Jünger zu ihm: „Herr, lehre uns beten,
wie schon Johannes seine Jünger zu beten gelehrt hat.“
Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:
Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,.
wie im Himmel, so auf Erden.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
vergib uns unsere Schulden, wie auch wir
sie unseren Schuldnern erlassen haben.
Laß uns den Versuchungen nicht erliegen,
sondern rette uns vor dem Bösen.

Zur Besinnung: (Worte von Karl Rahner)

Die Worte, die wir Gott sagen, können arm und schüchtern sein,

wenn sie nur von Herzen kommen möchten. -Dann hört sie Gott.

Dann wird er keines dieser Worte vergessen.

Er wird diese Worte im Herzen aufbewahren und weiter zuhören,

ein Leben lang, bis wir unser ganzes Leben fertiggeredet haben.

 

Vater Unser

der du bist, dort, wo ewige Liebe ist,

deinen Namen sprechen wir

hoffend aus, vertrauen dir!

Und dein Reich, das möge sein,

schon auf Erden unser Heim.

Deinen Willen laß geschehen,

 daß wir nicht das Ziel verfehlen.

Unser täglich Brot gib heute,

und auch eine kleine Freude.

Alle Schuld nimm von uns ab,

und die Folgen mit uns trag.

Laß uns auch nicht Richter sein,

und den Menschen gern verzeihn.

Herr, in Güte von uns wende,

was uns von dir trennen könnte.

Erlöse uns von bösem Denken,

unsern Weg zum Guten lenke…..E.O.

 

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16. Sonntag im Jahreskreis

Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk.10, 18-42)

Jesus kam in ein Dorf. Eine Frau namens Martha nahm ihn freundlich auf.
Die hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen
und hörte seinen Worten zu. Da kam Martha zu ihm und sagte:
Herr, kümmert es dich nicht, daß meine Schwester die ganze Arbeit mir überläßt?
Der Herr antwortete ihr:
Martha, Martha, du machst dir viele Sorgen und Umstände.

Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere erwählt,
das soll ihr nicht genommen werden!

Zum Bedenken:

„Eines nur ist notwendig“…
was meint Jesus mit dieser Antwort?
Was ist notwendig? Arbeit und Fleiß sind notwendig.
Wir müssen uns dadurch den Lebensunterhalt verdienen.
Aber am notwendigsten ist, auch Zeit zu finden für ein Gebet,
für ein paar stille Minuten, für Besinnung auf das Wesentliche.
Notwendig ist , Pausen zu machen, den Urlaub genießen,
die Sonntage als Ruhetag zu sehen.
Diese Erholungszeit soll uns aber nicht herumjagen
und aus Action und Nervenstreß bestehen.
Notwendig ist nicht, überall dabei zu sein,
wo ein blauer Rauch aufgeht,
sondern sich weiterzubilden durch Lesen und  Zuhören,
auch in religiöser Hinsicht.
—Das meint Jesus unter anderem mit seiner Antwort
an Maria und Martha und auch an uns.

Gottes Wort

Eins nur ist notwendig, eins wendet die Not:
Auf Jesus zu hören, ist tägliches Brot.
Seiner Botschaft zu glauben, ist tägliche Kraft,
ein Segen von oben, der Frieden schafft…..E.O.

 

Blumenwiese

 

 

15. Sonntag im Jahreskreis

Aus dem Evangelium nach Lukas: (Lk.10,25-37)
Damals stand ein Gesetzeslehrer auf
und um Jesus eine Falle zu stellen, fragte er:
Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
Jesus antwortete ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort?
Er antwortete ihm:
Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben
von ganzem Herzen und von ganzer Seele ,
mit all deiner Kraft und deinem ganzen Denken
und deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.
Jesus sagte zu ihm :Du hast richtig geantwortet:
Handle danach, und du wirst leben!

Zum Bedenken:

Wer bin ich?—
Ein Mensch bin ich mit vielen guten Anlagen,
aber auch mit Fehlern. Daher will Gott zuerst von uns,
daß wir Freude haben an uns selbst und an unseren Begabungen.
Unsere Fehler sollen wir bekämpfen,
aber wir dürfen auch Geduld dabei haben, denn Gott weiß
um unsere schwache und unvollkommene Natur.
Wer ist mein Nächster?—
Sicher ist, daß es jene Menschen sind, die mir
durch ihre Verwandtschaft oder Freundschaft nahekommen.
Aber es wird jeder Unbekannte zu meinem Nächsten,
wenn ich weiß, daß er Hilfe oder Zuwendung braucht.
Es darf für einen Christen keine “Fremden“ geben,
die man automatisch feindselig betrachtet und ablehnt.
Es sind unsere Brüder und Schwestern.

Gott ist die Liebe

Wo Liebe ist im Weltgetriebe,
da ist auch Gott mit seiner Liebe,
und wer in dieser Liebe bleibt,
wer andern hilft und sie betreut,
der bleibt in Gott und Gott in ihm,
muß nicht allein durch’s Leben ziehn.
Er findet Trost und Mut und Kraft,
auf seiner irdischen Wanderschaft…..E.O

 

Sonnenbl.

 

14. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas: (Lk.10, 1-12)
Damals wählte  Jesus noch 70 andere aus und schickte sie zu zweien
in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte

 

Zum Bedenken
Jesus schickte seine Abgesandten nicht allein in das vielfach Ungewisse.
Er gab ihnen einen vertrauten Begleiter mit,
damit sie nicht alles allein bewältigen mußten
und sich aussprechen konnten. Also können auch wir darauf vertrauen,
daß er uns  eine Begleitung schenkt, wenn wir in seinem Namen unterwegs sind.
Er hat versprochen uns nicht als Waisen zurückzulassen.
Wenn wir uns Zeit nehmen, für ein Gebet, ein Gespräch mit Gott,
wenn wir auf ihn vertrauen und Geduld und Nachsicht üben mit unserem Nächsten,
sind wir in der Sache Jesu unterwegs.
Jesus begleitet uns in den Menschen, die uns begegnen:
Vater und Mutter, Geschwister und Bekannte, Vorgesetzte und Unbekannte
können unsere Wege mit uns teilen und Gottes Boten sein .
Wenn wir ein Kreuz zu tragen haben, wenn wir traurig und allein sind,
trägt Jesus sein Kreuz an unserer Seite. Drückt uns eine Schuld,
hilft er uns mit seiner Barmherzigkeit und Güte.
Wir sind niemals ganz verlassen.
Erkennen können wir  aber auch  Gottes Gegenwart
in den unerwarteten Freuden eines Tages,
den Schönheiten einer Blumenwiese, in einem lieben Wort,
im Verständnis eines Mitmenschen. …..E.O.

 

Die Gefahr ist groß,
Gottes Stimme zu überhören.
Darum beten wir:
Herr, gib acht auf uns,
denn das Meer ist so groß
und unser Boot ist so klein…….Bretonisches Fischergebet.

 

 

Bankl

 

13. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Lesung aus dem Brief an die  Galater (5,1)

Damit wir frei sind, hat uns Christus befreit.
Bleibt also fest und laßt euch nicht weiter
das Joch der Knechtschaft auflegen!
Ihr seid zur Freiheit berufen!

Zum Bedenken:

Die meisten  Menschen wollen frei sein,
und tun, was ihnen ihr Wille, ihr Habenmüssen oder ihr Stolz befiehlt.
Dadurch verstricken sie sich aber oft erst recht
in die Unfreiheit der Unzufriedenen .
Die Freiheit, die uns Christus anbietet,
ist Freisein für das Gute, Heilsame, Liebevolle.
Wenn ich zulasse, daß ich mich über einen Mitmenschen so ärgere,
daß daraus eine Feindschaft wird, bin ich ein Knecht meiner Emotionen.
Wenn ich auf etwas nicht verzichten kann,
obwohl ich damit Schaden anrichte, bin ich ein Knecht meiner Sucht.
Wenn ich alles haben muß, was mein Nachbar hat,
bin ich ein Gefangener meiner Wünsche.

 

Befreiung

Freiheit ist, wenn man verzeiht,
den anderen von Schuld befreit.
Freiheit ist, wenn man vergißt,
was nicht zu erzwingen ist.
Freiheit ist, wenn ich in Frieden
schau auf das, was mir beschieden.
Diese Freiheit kommt von oben,
stillt des Lebensmeeres Toben…..E.O.

 

Landschaftsbild

 

12. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater:  (3, 26 -29)

….Denn ihr alle,
die ihr auf Christus getauft worden seid,
habt Christus als Gewand angelegt.

Zum Bedenken:
Bei der Taufe wird dem Taufkind meistens ein weißes Kleidchen angelegt.
Wir bekamen bei der Taufe aber noch ein anderes,
unsichtbares, viel wertvolleres Gewand.
Wir haben Christus als Gewand angelegt,–das heißt, wir sollen uns
auf  die Lehre Christi einlassen und sie zum Auftrag
und zur Verpflichtung unseres Lebens machen.
Niemand kann uns dieses Gewand  nehmen.
Es macht uns zu Kindern Gottes und wir sind es für immer.
Allerdings können wir entscheiden, ob wir die Gesinnung Christi
tragen wollen, ob wir sie pflegen und Freude daran haben, aber auch,
ob  wir sie in den Kasten hängen und vergessen oder gar wegwerfen.

Der Auftrag

Das ist jetzt deine Stunde!
Nur jetzt besitzt du sie—
drum bleib mit ihr im Bunde,
sie wiederholt sich nie!
Schau tapfer ihr ins Auge
und hör genau auf sie—
begreif, wozu sie tauge,
für dich,—- jetzt oder nie!
Nimm dieser Stunde Segen
Behutsam in die Hand—
Auf allen ihren Wegen,
trag Christus als Gewand!…..E.O.

 

 

Enzian

 

11. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas (7, 36)

Jesus ging in das Haus eines Pharisäers,
der ihn zum Essen eingeladen hatte, und setzte sich zu Tisch.
Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr,
daß er im Haus des Pharisäers war, kam sie
mit einem Alabastergefäß voll Salböl dorthin.
Sie trat an ihn heran und weinte sosehr,
daß ihre Tränen auf seine Füße fielen.

 

Zum Nachdenken:

Daß jemand sündigt, ist etwas Alltägliches,
aber daß er es bereut, kommt nicht jeden Tag vor.
In Sünde fallen ist eine Folge unserer schwachen Natur,
sie wieder gutmachen zu wollen,
das zeugt von innerer Kraft”…..(Hl. Ambrosius von Mailand)

 

Reue

Hast du ein böses Wort gesagt,
wird es dich plagen jeden Tag,
so lange, bis dein Zorn verebbt,
dein Schritt in Richtung Frieden geht.

Warf man dir etwas an den Kopf,
das in dir arbeitet und klopft,
dann laß es klopfen, hör nicht drauf
und paß auf deinen Frieden auf!

Und ist der Friede hergestellt,
ein wenig besser nun die Welt,
dann sei zufrieden, freu dich dran,
und meide, was ihn stören kann….E.O.

 

 

 

 

Dotterblumen

 

10. Sonntag im Jahreskreis
Herz-Jesu-Sonntag

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas (15, 3-7)

Jesus redete in einem Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch 100 Schafe hat,
und eines davon verliert, läßt er dann nicht die  99 in der Steppe zurück
und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern.
Wenn er dann nach Hause kommt, ruft er die Nachbarn zusammen
und sagt zu ihnen: Ich habe das Schaf wieder gefunden, das verloren war!
Euch aber sage ich: Es wird auch im Himmel mehr Freude herrschen
über einen Sünder, der umkehrt, als über 99 Gerechte, die keine Umkehr nötig haben.

Zum Bedenken:
Jesus redete gerne in Gleichnissen, um seinen Zuhörern
mit einfachen Erzählungen seine Botschaft verständlich zu machen.
Er hatte ein großes Herz für alle Menschen und ihre Nöte
und blieb auch selbst nicht von irdischem Leid verschont.
Mit Entschiedenheit setzte und setzt er sich für jene ein,
die den Weg verfehlt haben und umkehren sollten.
Er speist sie nicht mit einer Moralpredigt ab, sondern versucht,
mit Vergleichen aus dem Alltag der damaligen Zeit, ihnen  zu helfen.
Er verspricht denen den Himmel, die sich besinnen,
bereuen und auf ihn vertrauen. Jene aber, die glauben
ohne Fehler zu sein, warnt er davor,
mit dem Finger auf die anderen zu zeigen,
sondern Barmherzigkeit zu üben.

Fehler

Keiner ist vollkommen-jeder muß fehlen,-
laß dieses Trugbild los-sollst dich nicht quälen!
Niemand ist liebevoll zu allen Zeiten,
niemand kann recht es tun gar allen Leuten,
und auch der beste Freund kann dich verletzen
und wer dir treu erscheint, kühl dich versetzen.
So, wie die andern sind, so bist auch du,
darum verzeih geschwind – das Bessere tu!…..E.O.

Kreuz

 

 

9. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater:

Geht es mir  darum, mir Menschen zugeneigt zu machen oder Gott?
Suche ich vielleicht. den Menschen zu gefallen?
Wollte ich um jeden Preis in ihrer Gunst stehen,
dann wäre ich nicht ein Diener Christi!

Zum Nachdenken:
Der Mensch braucht selbstverständlich ein gewisses Maß an Geliebtwerden,
Angesehensein und Dazugehören auf seinem Lebensweg.—
Aber dafür sein eigenes Ich opfern, seine Meinung zu verschweigen,
seine Überzeugung zu verbergen und seinen Glauben an Gott zu verstecken,
ist ein falscher Weg.
Gott aus seinem Leben auszuklammern und Erfolg und Reichtum
an dessen Stelle zu setzen, läßt Herz und Seele verkümmern.

Das Fundament

Bau nicht auf Menschengunst
dein Leben auf
und ihren Launen
lasse ihren Lauf!
In Gottes Willen,
sollst du ruhn,
so gut es geht,
das Rechte tun.
Laß keinem über dich die Macht—
Auf deine innere Uhr gib acht!
Nach Gottes Liebe stell sie ein,
und seine Kraft wird bei dir sein!…..E.O.

 

Tue recht und scheue niemand!….AltesSprichwort

 

Elfriede-

 

 

Sonntag nach Pfingsten (Dreifaltigkeitssonntag)

 

 

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer (Röm. 5, 1-5)

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unseren Herzen
durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist!

Zum Bedenken:
Über den Menschen heißt es im Schöpfungsbericht der Bibel:
Gott schuf den Menschen als sein Ebenbild

Gott ist Liebe—
Der Mensch strebt nach Liebe, aber er handelt auch lieblos.

Gott ist Gemeinschaft mit seinem Sohn durch den heiligen Geist.—-
Der Mensch braucht Gemeinschaft, doch er verbreitet auch Unfrieden.

Gott will das Heil aller Menschen. Sein Wille lenkt alles zum Guten
Der Mensch schwankt hin und her zwischen Gut und Böse

Komm, Geist aus Gottes Macht,
der mich geliebt, erdacht,
komm, Geist des Schöpfers du,
wende mein Ohr dir zu!
Öffne sanft, was versperrt,
was sich nach innen kehrt,
öffne die Türe weit,—
mach mich für dich bereit!
Schenke mir Mut und Trost,
laß mich nie wieder los,
Geist meiner Zuversicht,
der täglich zu mir spricht…
Beistand, verlaß mich nicht!……..e:o:.

Blüten

 

Zum Pfingstsonntag

 

 

 

Komm, Schöpfer Geist,
kehr bei uns ein,
besuch das Herz der Kinder dein:
Die deine Macht erschaffen hat,
erfülle nun mit deiner Gnad
.

 

Aus dem Evangelium nach Johannes (Joh.19, 19-23)

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Friede sei mit euch.
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nach diesen Worten hauchte er sie an und sprach zu ihnen:
Empfangt den heiligen Geist!

Zum Bedenken:

Bei der Firmung haben wir den Geist Gottes als Lebensbegleiter  empfangen.
Jesus hat zu den Jüngern und damit auch zu uns gesagt:
“ Ich lasse euch nicht als Waisen zurück.
Wenn ich von euch gegangen bin,
werde ich euch einen Helfer senden, den Heiligen Geist.”

In allen Situationen des Lebens dürfen wir darauf vertrauen,
daß der Geist Gottes unser Leben lenkt und beschützt.
Er ist der Geist des Rates und der Stärke, der Geist des Gebetes,
und der Geist der Liebe zu Gott und zu den Menschen.
Nehmen wir diese Hilfe in Anspruch oder kämpfen wir allein,
verlassen, hilflos, ohne Kraft und Liebe?…..E.O.

 

Der du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
Du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut.,
Der Seele Salbung, höchstes Gut!
Zünd an in uns des Lichtes Schein,
gieß Liebe in die Herzen ein,
stärk unsres Leibs Gebrechlichkeit,
mit deiner Kraft zu jeder Zeit

 

eNZIAN

 

7.Sonntag der Osterzeit

 

 

 

Die Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg,
wie Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen:
Geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern.
Lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe-
Und- ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt.

 

Zum Bedenken:
Was will Jesus auch von  uns?
Was ist sein Programm, auch heute noch, wie damals?
Was wird uns in der Bibel, auf vielerlei Weise aufgetragen?
Jesus drückt es an einer anderen Bibelstelle so aus:
Dieses ist das Wichtigste, was ich euch als Gebot gebe:
Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben aus ganzem Herzen
und mit allen deinen Kräften.
Du sollst aber auch deinen Nächsten lieben, so wie dich selbst!
Dieses Gebot ist gleich wichtig, wie das Erste.
Ein Leben lang müssen wir an diesem Auftrag arbeiten
und immer wieder unsere Schuld bekennen und Vergebung erbitten:

 

Der Auftrag

Liebt einander, habet Mut,
laßt euch nicht verbittern,‘
denn was Herz und Zunge tut,
kann die Welt erschüttern
Helft einander, seid bereit,
laßt euch nicht verhetzen,
machet eure Herzen weit,
meidet böses Schwätzen!

Ehrt einander!-Kampf dem Streit-
hütet die Gedanken!
Was ihr in eurem Denken seid,
dringt durch Tor und Schranken!…E.O.

 

Elfr.

 

 

 

6. Ostersonntag

Aus dem Evangelium nach Johannes: (Joh. 14,23-29)

Jesus sprach zu den Jüngern:
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch.
Euer Herz ängstige sich nicht und verzage nicht!

Zum Bedenken:

Diesen Friede  Christi finde ich nicht in der Ablenkung,
im Lärm und in der Hektik. Ich finde ihn,
wenn ich versuche anzunehmen, was mein Leben ausmacht.
Den Frieden Christi erkenne ich nicht daran,
daß ich keine Angst mehr habe,-ich erkenne ihn daran,
daß ich mich von der Angst nicht mehr sosehr einschüchtern lasse
und Gottes Hilfe auf meiner Seite weiß.
Den Frieden Christi habe ich nicht, weil ich keine Fehler mache,
– ich kann ihn trotz meiner Fehler haben,-
wenn ich auf Gottes Verzeihung vertraue und mich bessern will.
Der Friede Christi ist nicht mein Verdienst, – er ist ein Geschenk,
das ich annehmen und pflegen soll, wie einen Garten,
der mir gehört., mit seinem Erdreich,
mit seinen Sonnen- und Schattenseiten, die er mir bietet.
Er ist wie ein Garten, in dem eine Bank ist,
auf der ich in Ruhe sitzen kann, –
und Gott gesellt sich zu mir, -vielleicht in Gestalt eines Menschen……E.O.

 

Wo Menschen miteinander und füreinander leben,
wird auch das ärmlichste Haus
ein behagliches Zuhause…..Phil Bosmans

 

Kreuz

 

 

5. Sonntag der Osterzeit

Aus dem Evangelium nach Johannes: Joh.13, 31-35

Beim letzten Abendmahl sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander!
Wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben.
Daran sollen alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid,
wenn ihr Liebe habt zueinander.
Ich denke nach:
Wie steht es mit meiner Liebe zum Nächsten?
Bemühe ich mich im Alltag um ein friedliches Klima?
Lasse ich mich leicht aus dem Gleichgewicht bringen?
Die Liebe trägt Vergangenes nicht lange nach,
sie versucht neuen Ärger zu verhindern,
sie sinnt nicht auf Rache,
sondern ist zur Versöhnung bereit.
Die Liebe verachtet nicht die anderen,
sie versucht zu verstehen
und weiß um die eigenen Fehler.
Die Liebe erhellt das Leben,
sie erfüllt das Herz mit der Kraft,
sein Kreuz zu tragen
und anderen dabei zu helfen.
Der Sturm
 
Schenk Frieden, Herr, glätte die Wogen,
beruhige das Wellenmeer, stille sein Toben!
In meinem Herzen auch, laß Frieden werden,
fege den Zorn hinaus, Sanftmut mich lehre!….E.O.

 

 
 
Gemälde

Gemälde

 

 

Vierter Sonntag der Osterzeit

Aus dem Evangelium nach Johannes: (10, 27-30)
Jesus sagte zu seinen Zuhörern:
Meine Schafe hören auf meine Stimme,
ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben.
Sie werden niemals verloren gehen
und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Zum Bedenken:
Antoine de Saint Exupery läßt den kleinen Prinzen sagen:
Du bist zeitlebens verantwortlich für das,
was du dir vertraut gemacht hast —-
daran mußte ich beim Lesen des Sonntagsevangeliums denken.
Wir kommen von Gott und kehren wieder zu Gott zurück,
denn „Wir heißen nicht nur Kinder Gottes, wir sind es!“
Daher ist unsere Seele mit Gott vertraut
vom ersten Augenblick ihres Daseins an.
Gottes Liebe und Sorge ist bei uns,
bis wir wieder zu ihm zurückgekehrt sind.
Im Laufe unseres Erdenlebens wird aber die Sehnsucht
nach unserem Ursprung mehr oder weniger verschüttet
und äußert sich oft nur noch im Streben nach irdischem Glück.
Gott aber hat in seiner Treue Menschengestalt angenommen
und hat sich aus Sorge und Liebe zu uns
der Verblendung der Menschen ausgeliefert.
So ist er ein Hirte, der sein Leben für seine Schafe
einsetzt um sie zu retten, wenn sie auf Abwege geraten.
Gott reicht uns seine starke, helfende Hand—
wir müssen sie nur ergreifen!
Ruhelos ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir, o Gott!  ( Augustinus)
Zuflucht
Ich grüße dich, Herr Jesu Christ,
der du mein Gott und Heiland bist.
In Freud und Leid schau ich auf dich,
du meines Lebens Trost und Licht,
du meines Lebens höchstes Gut,
erfülle mich mit starkem Mut,
und laß mich die Verzagtheit meiden
und still in deinem Frieden bleiben.
Herr, bleib bei mir, bis an mein Ende,
und alles dann zum Guten wende…..E.O

 

Elfriede.

 

 

Dritter Sonntag der Osterzeit

 

 

Aus dem Evangelium nach Johannes (Joh. 21, 1-14)

Jesus offenbarte sich noch einmal den Jüngern auf diese Weise:

Simon Petrus sagte: Ich fahre zum Fischen aus!

Die Jünger sagten zu ihm: Wir fahren mit dir!

Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.

Als es dann Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.

Zum Bedenken:

Der Morgen ist ein neuer Beginn, eine neue Aufgabe.

Man beginnt mit neuen Kräften oder nach einer schlaflosen Nacht,

voller Unternehmungslust oder vor einer schweren Aufgabe.

Und Jesus steht am Ufer dieses Tages.

Er wartet auf mich und auf die anderen Menschen.

Lasse ich ihn unbeachtet stehen?

Spreche ich ihn an?

Habe ich Zeit für ein Morgengebet?

Gehe ich mit Gott in den neuen Tag?….E.O.

Psalm 30

Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Freunde.

Lobt seinen heiligen Namen.

Nur einen Augenblick dauert sein Zorn,

aber sein Wohlwollen dauert ein Leben lang.

Kehrt am Abend auch Weinen ein—

Am Morgen herrscht wieder Hoffnung!

 

 

Pfunds1

Pfunds

 

 

Weißer Sonntag –
Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit

Aus dem Evangelium nach Johannes (20, 19-31)
Am Abend des ersten Tages der Woche,
als die Jünger aus Furcht hinter verschlossenen Türen versammelt waren,
kam Jesus, trat in ihre Mitte und sprach: Friede sei mit euch!
Ich denke nach:
Was Jesus zu den Jüngern sagte, gilt jetzt auch für uns.
Der Friede sei mit dir: Ein Geschenk, ein Auftrag!
Wer den Frieden Christi hat, liebt die Menschen, kommt aber auch mit der Stille zurecht.
Wer den Frieden Christi hat, verzeiht nicht nur den anderen, sondern auch sich selbst.
Wer den Frieden Christi hat, legt seine Sorgen buchstäblich in Gottes Hand.
Wer den Frieden Christi hat, handelt tapfer und klug.
Der Friede ist ein zartes Wesen,
und ist es immer schon gewesen,
er fliegt davon, wie eine Feder leicht,
dorthin, wo er ein ruhiges Ziel erreicht….
Ihn neu zu suchen, zu erwerben seine Gunst,
Mensch, lern beizeiten diese Kunst!    E.O.

 

Ostern

 

 

Ostermontag

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas..(Lk.24, 13-35)
Am ersten Tage der Woche ,(nachdem man Jesus ins Grab gelegt hatte,)
waren zwei von seinen Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus.
Sie sprachen miteinander über alldas, was sich zugetragen hatte.
Und während sie redeten, kam Jesus dazu und ging mit ihnen.
Doch sie waren mit Blindheit geschlagen, sodaß sie ihn nicht erkannten.

Ich besinne mich:
Ist nicht auch mein ganzes Leben ein Gang nach Emmaus?—
Allein oder in Begleitung, glücklich oder am Boden zerstört,
frei oder mit Schuld beladen, noch jung, oder schon alt?
Und da kommt Jesus dazu und geht mit.
Ich aber erkenne ihn nicht….oder doch manchmal—?
In der Schönheit der Natur, in einer glücklichen Fügung,
in der Stimme meines Gewissens, In der Stille einer Kirche,
in der Freude am Helfen, im Frohsinn eines behinderten Kindes,
in einem versöhnlichen Wort, das mir gelingt…..E.O.-

Gott aller Barmherzigkeit,
als du nicht mehr wußtest,
wie man den Menschen
nahebringen kann,
daß du nur Liebe bist,
kamst du durch Christus
als Geringer auf die Erde.
Glücklich sind wir,
wenn wir Christus lieben ,
ohne ihn gesehen zu haben….Chiara Lubich

 

Forsitien

 

 

Palmsonntag

 

 

Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes. 50,4-7)
So spricht der Knecht Gottes:
Gott der Herr hat mir gegeben die Zunge eines Jüngers,
daß ich verstünde, den Müden zu stärken durch ein liebes Wort.
Jeden Morgen weckt er mein Ohr, daß ich wie ein Jünger höre!

Ich denke nach:
Kann es sein, daß  auch wir heutigen Menschen
von Gott den gleichen Auftrag bekommen?
Daß er zu jedem von uns sagt: Du bist einer meiner Jünger.
Ich gebe dir die Begabung und die Gelegenheit,
die Müden und die Verzagten zu stärken
und zu trösten durch ein liebes Wort!
Dazu lasse ich dich jeden Morgen erwachen,
öffne dein Ohr und erinnere dich daran!
Und sei überzeugt, daß ich bei dir bin auf allen Wegen.

 

Psalm25

Zu dir, o Herr, erhebe ich meine Seele,
deiner harre ich allezeit, mein Gott.
Auf dich vertraue ich,
laß mich nicht zuschanden werden,
Nein, keiner, der auf dich harrt,
wird jemals von dir verlassen.

Tulpen

 

5.Fastensonntag

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Johannes .(Joh. 8, 1-11)
Am frühen Morgen ging Jesus in den Tempel.
Da brachten die Pharisäer und Schriftgelehrten eine Frau,
die beim Ehebruch ertappt worden war.
Sie stellten sie  in die Mitte und wollten sie steinigen:
Vorher fragten sie Jesus:„Was sagst du dazu?“
Jesus antwortete ihnen:“
Wer von euch ohne Sünde ist,
der werfe den ersten Stein!“

Ich denke nach:
Einen Menschen „in die Mitte stellen“,
aufs Korn nehmen, über ihn urteilen,
ihn auslachen und verspotten—
mache ich dabei mit oder nehme ich ihn in Schutz?
Einen Menschen aus der Gemeinschaft ausschließen,
nicht annehmen, ignorieren, ihm nicht verzeihen—-
Tu ich da mit oder trete ich für ihn ein?

Die Mitte

Wer in der Mitte steht,
der wird betrachtet
und je nach Laune
verehrt und verachtet.
Und wer am Rande steht,
wird nicht beachtet,
er ist ein Fremder
und schnell entmachtet.

Drum:
Nicht in der Mitte stehn,
auch nicht am Rand,
alle gemeinsam gehn,
Hand in Hand!…….E.O.

Kaunertal

Kaunertal

 

 


4. Fastensonntag

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas..(15, 11-32)

Das Gleichnis vom Barmherzigen Vater
Der jüngere Sohn verpraßte sein Erbe in der Fremde
und lebte danach in großer Armut….
Da begann er nachzudenken und sagte zu sich:
Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:
“Vater, ich habe gegen dich gesündigt.
Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen!“
Der Vater sah ihn schon von weitem kommen,
und hatte tiefes Mitleid mit ihm.
Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn.

Der ältere Bruder aber gönnte dem Heimgekommenen die herzliche Begrüßung nicht

Ich denke nach:
Welcher der beiden Brüder könnte ich sein?
Erkenne ich vielleicht beide Charaktere in mir?
Bin ich dankbar für Mitmenschen, die verzeihen und „vergessen“ können?
Kann ich mir selbst auch verzeihen?
Vergönne ich jemandem „verdientes“ Pech?
Sehe ich fremde Fehler vergrößert und meine verkleinert?

 

Wie auch immer ich bin—-
vor Gott kann ich alles zugeben.
Er versteht, verzeiht, hilft und stärkt—-
Er wartet auf mich
und nimmt mich in seine Arme!
……E.O.

 

Gräser


  3. Fastensonntag:

 

 

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther
(Korintherbrief 10,12)
„Wer aber meint zu stehen,
der gebe acht, daß er nicht fällt!“

 

Ich überlege:
Mache ich zu viele oder zu schwierige Vorsätze
und gebe ich dann schnell wieder auf?
Beteure ich öfters, daß ich keine Vorsätze mache?
Stehe ich dadurch besser vor den anderen da?
Nehme ich mir vor, noch sportlicher,
noch schlanker zu werden
oder geht es mir um Werte
wie Hilfsbereitschaft, Besinnung und Gebet?

Das Gewissen
Wenn dein Gewissen

mahnt und ruft
und bei dir Unterstützung sucht,
dann sollst du’s nicht
zum Schweigen bringen
und ein Betäubungsliedchen singen!
Wach auf!
Und nimm die Mahnung an,
daß deine Seele froh sein kann.
Denn so ein ruhiges Gewissen,
bleibt doch ein sanftes Ruhekissen!…..E.O.

 

 

Berge


2. Fastensonntag

 

 

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper:..(Phil.3,17..)

Viele, von denen ich oft zu euch gesprochen habe,
jetzt aber unter Tränen spreche,
leben als Feinde des Kreuzes Christi.
Ihr Gott ist der Bauch. Sie haben nur Irdisches im Sinn!
Unsere Heimat aber ist im Himmel.
Von dorther erwarten wir auch den Retter,
den Herrn Jesus Christus.
Darum steht fest im Herrn!

Ich denke nach:

Wann kann ich ein Freund des Kreuzes Christi sein?
Wenn ich eisern weiterstreite,
oder wenn ich den Weg zum Frieden beschreite?
Wenn ich fremde Not zu lindern versuche
oder sage:“Es geht mich nichts an?“
Wenn ich alle Menschen etwas gelten lasse,
oder gewisse Gruppen ausgrenze?…u.s.w.
 Wenn ich Mißstände vertusche,
oder Abhilfe schaffen will?

 

Du sollst es wagen,
dein Kreuz zu tragen.
Stell’s nicht zur Seite!
Die Arme ausbreite—
und nimm es an.
Es wird dir geben
ein neues Leben
und wird zum Segen
zu seiner Zeit.
Drum sei bereit
und nimm es an!      E.O

 

Pfunds2

Pfunds2

 

 

1. Fastensonntag

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas:

Jesus sagte zum Versucher in der Wüste:
Nicht vom Brot allein lebt der Mensch,
sondern von jedem Wort,
 das aus dem Munde Gottes kommt.
(Lukas 4,1-13, Matthäus 4,1-11))
Ich denke nach:
Versuche ich, in meinem Leben
nur vom Brot allein zu leben?-
(von Arbeit, Erfolg, Geselligkeit,
Sport, Hobby, Fernsehen u.s.w.?)
Habe ich keine Zeit für ein wenig Stille,
Besinnung, für ein gutes Gespräch,
für ein Gebet? für mich selbst?
Bewahre ich Jesu Worte in meinem Gedächtnis
 und richte ich mein Leben
darauf aus, so gut ich kann?…..E.O.
Psalm 90( Auszug)
Sei bei mir, Herr, in der Bedrängnis
Wer in dem Schutz des Höchsten wohnt,
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der spricht zum Herrn:
„Du bist mir Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue!“
„Weil er mir anhängt, will ich ihn retten,
ich will ihn schützen,
denn er kennt meinen Namen.
Ruft er mich an, so erhör ich ihn,
ich bin bei ihm in der Bedrängnis.“

 

 

5. Sonntag im Jahreskreis

Kufstein

Aus dem Evangelium nach Lukas:
Jesus sagte zu Simon: Fahr hinaus auf den See.
Dort werft eure Netze zum Fang aus!
Simon antwortete ihm:
Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet,
und nichts gefangen. Doch weil du es sagst,
will ich die Netze noch einmal auswerfen.
Sie taten es und fingen eine so große Menge Fische,
daß ihre Netze zu reißen drohten…..Lukas, 5, 1-11

 

Ich frage mich:
Lasse ich mich von Mißerfolg entmutigen?

Gebe ich ganz auf oder versuche ich es
auf andere Weise und mit Gottes Hilfe noch einmal?
Sehe ich die 365 Tage eines Jahres
als geschenkte Gelegenheiten
etwas zum Guten zu verändern?
Kann ich zugeben, daß ich manches nicht kann?
Sehe ich mit Dankbarkeit, was ich kann?

Erfolg
Ein neuer Tag steht vor der Tür:
Leis klopft er an,
was bringt er mir?
Ein langer Tag, wie wird er sein?
Verwöhnt er mich?
Bringt er ein Nein?
Ein guter Tag kommt auf mich zu,
wenn ich mein Werk
mit Liebe tu!…….E.O.

 

 


4. Sonntag im Jahreskreis

Ev.

 

 

 

 

 

In der vorigen Woche hörten wir im Evangelium,
wie sich Jesus in der Synagoge von Nazareth vorstellt
als Beschützer der Armen, Rechtlosen und Ausgebeuteten.
Die Zuhörer sind zwar von seiner Rede begeistert,
aber sie warten schon auf den Höhepunkt seines Besuches:
Jesus wird und muß ein Wunder wirken.
Aber Jesus ist nicht als Wundertäter auf die Welt gekommen,
sondern als Verkünder der Nächsten-und Fernstenliebe.
Das sagte er seinen Zuhörern ganz deutlich.

 

Aus dem Evangelium nach Lukas:
A
ls die Leute das hörten, gerieten sie in Wut.
Sie sprangen auf und trieben ihn zur Stadt hinaus.
Sie zerrten ihn bis an den Abhang des Berges,
auf dem ihre Stadt erbaut war und wollten ihn hinabstürzen.
Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

 

Ich frage mich:

Ist für mich der Glaube auch öfters nur Mittel zum Zweck?
Ist Glauben für mich ein Tauschgeschäft zwischen Gott und mir?
Etwa so: Ich bete und bin brav und Gott erfüllt meine Wünsche?
Werfe ich meinen Glauben fort, wenn das nicht funktioniert?
Der Apostel Paulus schildert im Hohelied der Liebe
worum es Jesus bei seiner Verkündigung ging
und worum es auch uns im Leben gehen sollte:

Nichts hat Wert ohne die Liebe
und alles erhält Wert durch die Liebe…..E.O.

1.Korintherbrief 12, 1-3
Wenn ich in den Sprachen der Engel redete,

aber die Liebe nicht hätte,
wäre ich wie schmetterndes Blech
oder lärmendes Schlagzeug.
Und wenn ich prophetisch reden könnte,
und alle Geheimnisse Gottes wüßte,
wenn ich alle Einsicht hätte,
alle Glaubenskraft besäße
und Berge versetzen könnte,
aber die Liebe nicht hätte,
wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte,
aber die Liebe nicht hätte,
nützte es mir nichts……….(1. Korintherbrief 12, 1-3)

 

 

3. Sonntag im Jahreskreis

Etschtal

Etschtal

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas:

Jesus ging am Sabbat in die Synagoge.
Dort stand er auf und las aus dem Buch die Stelle vor,
wo geschrieben stand:
„Der Geist des Herrn ruht auf mir.”
Er hat mich gesandt, um den Armen die Heilsbotschaft zu bringen,
um den Gefangenen die Befreiung
und den Blinden das Augenlicht zu verkünden,
um die Zerschlagenen in die Freiheit zu setzen,
und ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen.“
Daraufhin sagte er: „Heute hat sich das Schriftwort,
das ihr eben gehört habt, erfüllt!“

 

Zum Bedenken:

Papst Franziskus hat für heuer das Gnadenjahr der Barmherzigkeit ausgerufen.
Wir sollen uns darauf besinnen, mit unseren Mitmenschen barmherzig zu sein,
so wie auch Gott mit uns barmherzig ist.
Barmherzig ist, wer vom Leben Benachteiligte beachtet
und mit Rat und Tat unterstützt.
Barmherzig ist, wer schuldig gewordenen  ermöglicht ,
sich zu bewähren und den Weg in die Gemeinschaft zu finden.
Barmherzig ist, wer die Fehler seiner Mitmenschen
nachsichtig betrachtet, weil er sich seiner eigenen Fehler bewußt ist……
Es gibt viele kleine und große Gelegenheiten dazu.

 

Mensch,
sprich kein Urteil,

laß das sein!
Auch der, den du verachtest,
kann Gottes Bote sein.
Mensch, sprich kein Urteil,
nimm den Nächsten an!
„Was diesem ihr getan habt,
das habt ihr mir getan! (Matthäus, 25, 40) E.O.

 

 

2. Sonntag im Jahreskreis

Etschtal

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Johannes:
Jesu
s und seine Jünger waren zu einer Hochzeit eingeladen.
Als der Wein ausging, sagte Maria zu Jesus:
„Sie haben keinen Wein mehr!“

Zum Bedenken:
Immer wieder geraten wir im Leben in Situationen,
in denen wir sagen müssen:
„Der Wein der Lebensfreude ist uns ausgegangen!“
Wir haben Mut und Hoffnung verloren.
Den Wein der Tapferkeit und des Vertrauens aber
kann man nirgendwo kaufen. Aber, wir können
wie Maria zu Jesus gehen und ihn um Hilfe bitten.
Wer betet, wird gestärkt und ermutigt,
denn er kämpft nicht mehr allein.
Beten ist das Atemholen der Seele.
Sie atmet Verzagtheit aus und Starkmut ein.

 

Papst Johannes der XXIII. sagt:

Wer Glauben hat, der zittert nicht.
Er überstürzt nicht die Ereignisse,
Er ist nicht pessimistisch eingestellt.
Er läßt sich nicht verbittern.
Glaube ist die Fröhlichkeit,
die von Gott kommt!

 

1. Sonntag nach Weihnachten

Dreikönig

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Matthäus

Die 3 Könige gingen in das Haus, über dem der Stern stehenblieb.
Als sie das Kind und Maria, seine Mutter, erblickten, fielen sie nieder
und huldigten ihm . Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe dar……

Zum Bedenken:………….

Die drei Könige kommen von weit her.
Sie haben ihre gewohnte Umgebung verlassen
und große Strapazen auf sich genommen.
Die uralte Weissagung war es ihnen wert, dem Stern zu folgen
und das heilversprechende Kindlein zu suchen.
Auch wir feiern Weihnachten, um Jesus zu suchen,
zu finden und anzubeten als den Schöpfer der Welt……
Es ist ein schöner Brauch, einander  zu diesem Fest
ein Geschenk zu machen-eine Freude zu bereiten.
So aber, wie ich ein Baby nur mit Zuwendung, Zärtlichkeit, Fürsorge,
Freude und Geborgenheit zum Lachen bringen kann
und nicht mit einem teuren Kinderwagen, unzähligen Strampelhöschen
und mit dem kostbarsten Badezusatz,
so machen wir unseren Mitmenschen mit Geschenken
nur dann wirkliche Freude, wenn sie ein Zeichen unserer Wertschätzung
und unseren Interesses für sie sind.
Dann ist ein Weihnachtsgeschenk eine Gabe,
die wir sozusagen dem Chriskind bringen,
das seine Händchen danach ausstreckt
und uns mit strahlendem Lächeln ansieht.
Und diese Art von Geschenken muß nicht kostspielig sein
und ist auch außerhalb der Weihnachtszeit ungeheuer gefragt………

Du Kind in der Krippe,
ich hab eine Bitte:
Sei du meines Herzens Mitte,
sei Du meines Lebens Stern–
und bleibe bei mir,
ich habe dich gern!…..E.O.

 

Innsbruck

Neujahr – Oktavtag von Weihnachen, Hochfest der Gottemutter Maria

 

Aus dem Evangelium nach Lukas:
Die Hirten eilten nach Bethlehem
und fanden Maria und Josef und in der Krippe das Kind.
Als sie es sahen, berichteten sie,
was über das Kind gesagt worden war.
Maria aber bewahrte alle diese Geschehnisse
und bewegte sie in ihrem Herzen.

Zum Bedenken:
Nach diesem Besuch gingen Maria viele Gedanken durch den Kopf:
Freude über ihr Kind und auch Sorge über alles Neue, das auf sie zukam.
Darum dachte sie über die Worte der Hirten nach und “bewegte sie in ihrem Herzen”.
Damals war es sicher noch leichter, Zeit zum Nachdenken zu haben.
Aber heute? Arbeit, Sport, Fernsehen und andere Vergnügen
und Pflichten fressen uns die Zeit weg. Muß das sein?
Gehen wir doch nicht unvorbereitet an unsere Aufgaben und Probleme heran,
sondern bewegen wir sie in unseren Herzen in ein paar stillen Minuten
und bringen wir alles mit Bitten und Danken vertrauensvoll vor Gott.
Maria kann uns dabei ein Beispiel sein.

Maria, hilf!

Mutter vom guten Rat,
führ uns auf rechtem Pfad,
laß deine Hand uns spüren,
daß wir uns nicht verirren!

Mutter vom guten Rat,
sag uns an jedem Tag,
wie wir heut leben sollen,
wenn wir den Frieden wollen.

Mutter vom guten Rat,
hilf uns mit Rat und Tat,
schenke uns ein Gebet,
wenn uns der Mut vergeht!  E O

 

 

Weihnachten 2015

Weihnachten

Weihnachtskrippe von Schluderns

Aus dem Evangelium nach Lukas:
Die Engel lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.

Zum Bedenken:
Guten Willens sein –Was heißt das?
Gott verlangt nicht von uns, daß wir ohne Fehler sind, aber daß wir unsere Fehler erkennen und bekämpfen.
Er verlangt nicht von uns, daß wir Kränkungen schlucken, sondern daß wir unsere Meinung sagen, aber auf böse Worte verzichten.
Gott verlangt nicht von uns, daß wir erlittenes Unrecht vergessen, ( das ist meistens unmöglich, )aber wir sollen eine Entschuldigung annehmen und die Friedenshand ergreifen.
Er freut sich, wenn wir an seine verzeihende Liebe glauben, seine Vergebung annehmen und froh und zuversichtlich unseren Weg gehen,

Das Weihnachtsfest

In einer Krippe drinnen,
da liegt ein Kindelein
das will dein Herz gewinnen
und dein Begleiter sein!

In deiner Stube drinnen,
soll Festtagsstimmung sein,
soll`n Angst und Streit verschwinden
und Frieden dich erfreu’n!

Auch auf der weiten Welt
mög wieder Frieden werden,
weil nur die Liebe zählt
im Himmel und auf Erden! ……..E.O.

 

 

4. Adventsonntag

Rose

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas:
Maria sprach zu ihrer Base Elisabeth:
„Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter!“

Zum Bedenken:
Wenn ich diese Worte Marias lese und auf mein Leben zurückblicke,
dann spüre ich, daß ich Gott Vieles zu danken habe.
Zuerst denke ich dabei an all das Schöne und Gute,
das mir geschenkt wurde.
Aber es gab auch manches, das mir Kummer und Angst bereitete,
jedoch gut ausgegangen ist
Einiges aber mußte durchgetragen und ausgehalten werden.
Zu all diesen Zeiten hat Gott ein Licht für mich angezündet,
einen Ausweg gezeigt und Kraft und Trost gespendet.
Mein Glaube war und ist der getreue Helfer und Retter in meinem Leben.

Gedanken zum Lobgesang Mariens( Magnifikat)

Meine Seele freut sich über die Größe des Herrn,
und ist glücklich, über Gott, meinen Retter!
Denn auf mich armes Menschlein hat er geschaut
und mich nicht vergessen.
Deshalb soll mir sein Name heilig sein,
denn er nimmt sich meiner an
und ist treu und voll Erbarmen für alle,
die in Ehrfurcht und Vertrauen zu ihm kommen.E.O.
 

 

 

3. Adventsonntag

Pfunds2

Pfarrkirche von Spis

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper
Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Eure Güte werde allen Menschen zuteil.
Der Herr ist euch nahe! Darum sorgt euch um nichts,
sondern bringt in jeder Lage betend und flehend
eure Bitten mit Dank vor Gott!—
Und der Friede Gottes, der alles Begreifen übersteigt,
wird eure Herzen und Gedanken
in der Gemeinschaft mit Jesus Christus bewahren.

Zum Bedenken:
Paulus saß im Gefängnis, als er diesen Brief schrieb.
Er wußte, daß er dem nahen Tod entgegenging.
Seine Gedanken waren bei Christus, der ihn berufen hatte,
und dessen Auftrag er erfüllen wollte.
Dieser Brief ist auch an uns gerichtet
und soll auf unser Tun und Lassen einwirken.
Darum hören wir gerade in der Weihnachtszeit diese Lesung.

 

Wahre Weihnacht

Weihnachten ist dort zu finden,
wo Frohsinn und Zufriedenheit
des Lebens Tücken überwinden,
auf Gott vertrauend allezeit.

Weihnachten beginnt zu leben,
wo man nicht nur sich selber sieht,
sondern dem andern geht entgegen,
der unsre Stimmung hat getrübt.

Weihnachten ist dort geboren,
wo nicht an erster Stelle steht,
was man mit Zeit und Geld erworben
und dessen Glanz verlorengeht.

Weihnachten kann nur beginnen,
wenn ich ein Friedensengel bin
und wenn die Weihnachtsglocken klingen,
ganz tief in meinem Herzen drin………E.O.

 


2. Adventsonntag

 

Elfriede

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas:

In jener Zeit erging der Ruf Gottes an Johannes (den Täufer), der in der Wüste lebte. Und er verkündete überall: Bekehret euch,damit eure Sünden vergeben werden.
So erfüllte sich, was im Buch des Propheten Jesaja geschrieben steht:
Bereitet dem Herrn den Weg!

 

Zum Bedenken:

Sich bekehren—ein altmodisches Wort und ein sonderbares Ansinnen?
Ist es lächerlich, wenn man bei einer Wanderung erkennt,
daß man sich im Weg geirrt hat und wenn man umkehrt?
So ähnlich ist es auch mit den anderen Dingen unseres Alltags.
Der Mensch irrt sich, er macht Fehler, aber er kann sich auch besinnen
‚und den besseren Weg einschlagen.
Darum geht es jetzt im Advent: Sich einüben im Wachsamsein und im Umkehren.
Gedanken der Lieblosigkeit und der Rache, kränkende Worte und unbedachte Taten sind Zeichen für den falschen Weg. Umkehren heißt die Devise—und nicht nur im Advent!

 

Advent ?

Wenn nun die erste Kerze brennt,
weiß jeder, ach, es ist Advent—,
das ist die stillste Zeit im Jahr,
doch ist das heut nicht mehr so klar!

Wenn dann die zweite Kerze still
uns zur Besinnung rufen will,
dann tönt es laut und lauter stets,
„Hab keine Zeit – bin unterwegs!

Die dritte Kerze strengt sich an,
und leuchtet, was sie leuchten kann,
in diese streßgeplagte Welt—
doch „action“ ist’s, was heut gefällt!

Die vierte Kerze, die gibt auf,—
sitzt traurig am Adventkranz drauf,
denkt an das Kind von Bethlehem:
„Wer macht dort halt, wer bleibt dort stehn?“……E.O.

 

Die Rose blüht

 

1. Adventsonntag

 

 

Aus dem Evangelium nach Lukas:
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Seid wachsam und betet, damit ihr allem,
was geschehen wird gewachsen seid und am Ende eurer Zeit vor den Menschensohn (Christus) hintreten könnt!

Zum Bedenken:
Damit wir das Leben besser meistern, empfiehlt uns Jesus Wachsamkeit und Liebe zum Gebet. Mit Wachsamkeit meint er nicht in erster Linie eine Aufmerksamkeit der Sinne, sondern vor allem eine offene fürsorgliche Gesinnung des Herzens gegenüber den Mitmenschen und sich selbst. Er meint ein überlegtes Betrachten der einzelnen Vorkommnisse in unserem Leben, ein sicheres Einordnen der Ereignisse und ein entsprechendes Handeln. Durch das Gebet wird der Betende unterstützt von Gott
in all seinem Tun und Lassen. Das Gebet ist das „Navy“ auf dem Weg zum Himmel.

Es geht dabei aber nicht um langes Beten, sondern um das „Im Gespräch bleiben“
mit Gott.
Eine kurze Lagebesprechung mit ihm für den bevorstehenden Tag, gibt Vertrauen und Mut.


5 Minuten in einer Kirche können beruhigen und trösten.
Eine.Bitte um Gottes Segen für unsere Mitmenschen bedeutet
Hilfe und Schutz von oben.
Seine Arbeit mit Liebe und Sorgfalt verrichten, ist Gebet.
Sein Leben am Abend vor dem Einschlafen in Gottes Hände legen,
schenkt Geborgenheit.
Gott schaut nicht darauf, wie gewählt wir uns ausdrücken
oder auf die Menge der Gebete.
Er schätzt das vertrauensvolle Gebet in welcher Form auch immer,
— sei es noch so einfach und ungelenk.

 

Du guter Gott, ich bitte dich:
In meiner Schwachheit stärke mich,
bewahre mich vor stolzem Mut,
mach meine Fehler wieder gut!
Was ich verletzte, mache heil,
leg Sanftmut in mein Herz hinein,
hilf mir, die Menschen zu verstehn
und sie mit deinem Blick zu sehn!
Sporn meinen guten Willen an,
ERGÄNZE DU, WAS ICH NICHT KANN!…..E.O

 

Christ-König-Sonntag

Im Herbst

Aus dem Evangelium nach Markus:
Jesus sagte zu Pilatus: Mein Reich ist nicht von dieser Welt

Zum Bedenken:
Das Reich Gottes, (der Himmel) ist für uns Menschen nicht zugänglich, außer über die Schwelle des Todes .Wohl aber sind wir durch die Taufe, durch unseren Glauben und durch unser Tun und Lassen mit ihm auf geheimnisvolle Weise verbunden. Das Reich, aus dem Jesus gekommen ist, ist das Reich der Liebe, der Treue und alles Guten und Schönen Überall, wo Menschen einander gern haben, füreinander sorgen, einander etwas gelten lassen, miteinander ehrlich und wohlwollend sind, ist dieses Himmelreich schon in dieser Welt gegenwärtig. Aber es ist gefährdet. Es wird angefeindet, verachtet, vernachlässigt und vergessen. Menschen guten Willens jedoch können dazu beitragen, durch ihr Handeln und Denken dem Reiche Gottes schon jetzt Durchbruch zu verleihen. Das ist ein Auftrag Gottes für uns: Sein Reich soll in unserem irdischen Leben Wurzeln fassen, wachsen und Früchte trage für uns und die anderen.

Rückblick

Das alte Jahr
ist bald verronnen,
in bunter Vielfalt,
leicht und schwer
und alles, was du hast begonnen,
versank im tiefen Zeitenmeer.
Nur eines, das ist nicht versunken:
Was still aus Liebe ist geschehn–
und jeder dieser Feuerfunken,
wird leuchten und nicht untergehn!….E.O.

 

 


33. Sonntag im Jahreskreis

 Kreuz in Herbst

Aus dem Evangelium nach Markus:
In jenen Tagen, nach der Drangsal, wird die Sonne sich verfinstern
und der Mond nicht mehr scheinen, die Sterne werden vom Himmel
fallen und die Mächte des (irdischen) Himmels erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn (Christus) mit großer Macht nd Herrlichkeit in den Wolken kommen sehen! Er wird seine Engel (Boten)aussenden und die Auserwählten ( Menschen guten Willens) sammeln von den Enden der Erde und zum Ende des Himmels.

Zum Bedenken:
Mit diesen Worten will Jesus mit den Vorstellungen der damaligen Zeit davon sprechen, daß die Erde und menschliches Leben nicht ewig bestehen. Er meint damit auch das Leben jedes einzelnen, das untergehen wird durch Alter, Krankheit, Katastrophen. Für jeden Menschen ist sein Tod ein Weltuntergang , ein totaler Zusammenbruch und das Ende jeder irdischen Hoffnung.
Jesus schenkt uns mit seiner Rede aber ein wunderschönes Bild , eine neue Hoffnung, die über den Tod hinaus verkündet, daß wir nach unserem Sterben erwartet werden von Jesus, der sich unser Bruder nennt. Von Jesus, der sich in seinem irdischen Leben eingesetzt hat für uns,auch durch Leiden und Tod. Von ihm, an dessen Auferstehung wir als Christen glauben, werden wir gerufen werden, unüberhörbar und unübersehbar,(bildlich gesprochen wie von den Wolken des Himmels).Wir werden abgeholt werden und heimkehren können. Endlich werden wir am Ziel unserer Bestimmung angekommen sein.
Also ist dieses Evangelium keine Schreckensbotschaft, wohl aber ein Ansporn, unser Leben so zu gestalten, daß wir Jesu Worte anerkennen, die uns zu Gottes- und Nächstenliebe auffordern. Denn im gleichen Evangelium sagt Jesus: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen! Setzen wir dafür unseren gutenWillen ein und kehren wir immer wieder zurück auf den Weg der Liebe, des Friedens und der Versöhnung!

Es ist nicht dunkel auf der anderen Seite,
dort ist es hell und der Weg führt ins Weite….
Dort ist ein Lächeln und eine Hand,
die dich führt in ein besseres Land!….E.O.

 

32. Sonntag im Jahreskreis

Almhütte im herbst

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
Jesus setzte sich im Tempel in die Nähe des Opferkastens.
Viele Reiche kamen und legten viel hinein.
Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei Pfennig hinein.
Jesus sagte zu seinen Jüngern:
Diese arme Witwe hat am meisten in den Opferkasten getan!

Zum Bedenken
Jesus schaute nicht auf die Größe der Spende, er sah auf die Beweggründe der Spender, seien sie arm oder reich. Gott bewertet auch unsere Taten nicht nur nach dem Aufwand, nach Erfolg und Planung, sondern hauptsächlich nach der Liebe mit der wir handeln. So kann ein Mißerfolg für Gott ein Erfolg sein und ein Erfolg in seinen Augen wertlos.

Alles, was du heut erstrebst,
und wofür du heute lebst—
aus Liebe sollst du es beginnen
dich bemühn mit allen Sinnen.

Alles, was du heut beklagst,
und wofür du recht dich plagst—
sollst mit Liebe du behandeln,
und in Segen so verwandeln.

Alles, was du heute liebst,
sollst du nur aus Liebe lieben—
nicht, weil es dir Vorteil bringt,
und man dir ein Loblied singt!….E.O.

 

 


Allerheiligen

Allerheiligen

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Matthäus:
Als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten,
ging er auf einen Berg und begann zu reden: …..
Wohl denen, die barmherzig sind, denn sie werden
bei Gott Erbarmen finden. Wohl denen…

Was heißt barmherzig sein?
Es ist die Bereitschaft, den Mitmenschen mit
wohlwollenden Augen anzusehen, denn
die Liebe deckt viele Fehler zu.
Barmherzig ist, wer eine Entschuldigung annimmt und bereit ist ,
zu verzeihen, denn die Liebe gibt den andern nicht auf.
Barmherzigkeit überfordert den andern nicht
und verlangt keine Vollkommenheit.
Die Liebe liebt ohne Bedingungen.
Barmherzigkeit ist die rettende Liebe Gottes.……

Nicht Ruhm und Ehre kann dich retten,
nicht Geld und Angesehen sein-
will man auf Rosen dich auch betten,
am letzten Tag bist du allein,–
dann wird dich nur die Liebe retten
und Gott wird dir barmherzig sein.
Er wird dir alle Schuld vergeben,
wirft weit sie in das Meer hinein,
er schenkt dir neues, ewiges Leben
und ewiges Geborgensein!……E.O.

 

30.Sonntag im Jahreskreis

Herb

 

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
Als Jesus mit seinen Jüngern Jericho verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Er rief laut: Jesus, erbarme dich meiner!

 

Zum Bedenken:
Jesus erbarmte sich des Bartimäus und sein Augenlicht kehrte zurück.
Und wir? Wir sehen zwar das, was wir wollen, aber sind wir nicht auch
manchmal blind?
Der Dichter Saint Exupery sagte:
“Man sieht nur mit dem Herzen gut“.
Wer mit offenen Augen und mit freundlicher Gesinnung durch das Leben geht,
sieht die Welt mit dem Herzen. Es gibt aber auch eine Blindheit des Herzens,
die das Handeln beherrscht und die Welt verdunkelt. Mißgunst, Neid,
Habsucht, Undankbarkeit, Vorurteile machen uns blind für die
Bedürfnisse anderer Menschen.

Herzensblindheit

Sind deine Augen überlastet,
schläft ein das Herz,
es schweigt und rastet.
Dann schaust du mir in das Gesicht,
doch wie’s mir geht
das siehst du nicht.
Du siehst das Kreuz am Wanderweg,
doch nicht das Kreuz
das jemand trägt.
Du siehst des Herbstes Farbenpracht,
denkst nicht an den,
der dies erdacht.
Drum sollst du stets bedenken,
laß dich vom Herzen lenken
nur damit siehst du gut!  E. O.

 

 


29. Sonntag im Jahreskreis

Mittwoch

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus
Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus,
traten zu Jesus und sagten: Jesus, wir möchten,
daß du einen von uns zu deiner Rechten und den anderen
zu deiner Linken sitzen läßt, wenn du in dein Reich kommst!
Jesus antwortete ihnen: Ihr versteht nicht, um was ihr da bittet.
Könnt ihr den Becher trinken,
den ich trinke?

Zum Bedenken
Jesus mußte wohl schmerzhaft erkennen, daß die Jünger
von seinen Worten nicht viel verstanden haben, oder verstehen wollten.
Sie sprechen nämlich über die Rangordnung im Himmel und sind
weit davon entfernt, seine Sendung zu begreifen,
davon etwas zu lernen und danach zu handeln.
So geht es Jesus auch mit dem zuhörenden Volk und auch mit uns.
Aber er fährt geduldig fort, zu den Menschen zu sprechen
und seine Lehre zu verbreiten. Er betont immer wieder,
daß der, der ihm nachfolgen möchte, bereit sein muß,
sich für das Gute zu entscheiden,
auch wenn es schwerfällt und nicht immer gelingt.

 

Wahres Glück

Selig ist nicht der, der reich ist,
und in vollen Zügen lebt,
selig ist, der reich an Liebe
seines Nächsten Not versteht
.
Selig sind nicht, die gewinnen,
Land und Leute mit Gewalt,
sondern die, die Frieden bringen,
gütig sind zu jung und alt.
.
Selig ist, wer Jesu Worte
aufnimmt und sie auch befolgt,
und getreu an jedem Orte
ihnen seine Ehrfurcht zollt!…..E.O.

 


28. Sonntag im Jahreskreis

Herbst-

 

 

 

 

Lesung aus dem Buch der Weisheit:
Ich betete und es wurde mir Klugheit gegeben, ich flehte,
und der Geist der Weisheit kam zu mir. Ich zog die Weisheit
Zeptern und Kronen vor, Reichtum achtete ich für nichts
im Vergleich mit ihr. (König Salomon, 1000v. Christus.)

Zum Bedenken:
Auch wir haben bei der Firmung den Geist Gottes empfangen:
Den Geist der Weisheit , des Rates, der Stärke, den Geist des Gebetes,
der Ehrfurcht vor Gott….Nehmen wir diese Geschenke an in unserem Alltag?…..
Leider ist unser Blick nur selten auf Gott gerichtet. Wir nehmen seine Hilfe
nicht in Anspruch, wir machen alles selbst so gut oder auch nicht.—und die Zeit verrinnt. Aber Gott ist treu, er nimmt seine Geschenke nicht zurück.
Er wartet auf jeden von uns und will uns helfend begleiten.
Er ist immer zu sprechen und bereit, uns zu beraten und zu stärken.

Nur jetzt, in diesem Augenblick
Ist dir das Leben nah—
Vergangnes kehret nicht zurück,
es bleibt so, wie es war!

Nur jetzt ist die Gelegenheit,
um deine Pflicht zu tun,
denkst du an morgen allezeit,
läuft dir die Zeit davon.

Wie du im Jetzt und Heute lebst,
wirkt auf die Zukunft ein,
ob du mit Gott gemeinsam gehst,
entscheidest du allein….E.O..

 

 

27. Sonntag im Jahreskreis

 Evangelium

 

 

us dem Evangelium nach Markus
Damals brachte man Kinder zu Jesus,
aber die Jünger wollten sie von ihm fernhalten.
Jesus war nicht damit einverstanden.
Er sagte: Laßt doch die Kinder zu mir kommen!
Hindert sie nicht daran.
Dann nahm er die Kinder in die Arme und segnete sie.

Zum Bedenken:
Auch heute noch gelten diese Jesusworte für die Eltern und für alle, die mit Kindern zu tun haben. Sie sollen nicht nur für das materielle Wohlbefinden der Kinder sorgen, sondern auch für das Wohlbefinden ihrer Seele. Behütetsein, Geliebtwerden, nicht viel allein sein müssen, anerkannt werden, Fehler haben dürfen und vieles andere gehört dazu. Zur christlichen Erziehung der Kinder ist gehört auch, daß man Gott nicht totschweigt in der Familie, sondern daß er dort Platz findet. Niemand weiß, wie notwendig ein Kind im späteren Leben diese sichere Zuflucht braucht, die ihm keiner nehmen kann. Die Welt braucht dringend Menschen mit Herz und Mut zum Guten.

Hörvermögen

Was du sagst, geht nicht verloren,
vielleicht trifft es auf wache Ohren,
vielleicht wirkt es weiter
und reizt zum Tun….
Doch wenn die Ohren verschlossen sind,
hört deine Worte nur der Wind,
oder vielleicht ein argloses Kind,
dem Herz und Ohren noch offen sind!

 

26. Sonntag im Jahreskreis

 

Herbst

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
Jesus sprach:……und wenn dein Fuß dich zum Bösen verleitet,
dann hau ihn ab!……

Zum Bedenken:
Mit Hilfe der bildhaften Sprache des Orients will Jesus
seine Jünger zum genauen Zuhören und zum Nachdenken bringen.
Auch wir sagen zum Beispiel zu jemandem:“
Da kommst du vom Regen in die Traufe!“ und meinen das nicht wörtlich.
Hände und Füße und Augen sind ein Geschenk Gottes.
Aber der Mensch kann sie auch dazu gebrauchen, Böses zu tun
und sich und anderen zu schaden. Dagegen sollen wir ernstlich
und mit allen Kräften arbeiten. Das bedarf der Aufmerksamkeit und Geduld.
Wir werden daher manchmal nur langsam vorwärtskommen beim Ablegen unserer Fehler.

Geduld mit sich selbst

Viele kleine Schritte
führen dich ans Ziel—
Große Sprünge machen,
das bringt oft nicht viel!

Viele kleine Taten
können Freude streun,
unbedachtes Handeln
wirst du schnell bereun.

Überlegte Worte
werden Frieden bringen,
aber mit Sinnieren
wirst du nichts erzwingen!…..E.O.
 

 

25. Sonntag im Jahreskreis

Disteln

Aus dem Evangelium nach Marku
Als Jesus mit seinen Jüngern nach Kafarnaum kam, fragte er sie:
„Worüber habt ihr unterwegs miteinander gesprochen?“
Sie aber schwiegen, denn sie hatten darüber gesprochen,
wer von ihnen der Wichtigste sei. Da sagte Jesus:
„Wer von euch der Größte sein will.soll der Diener aller sein…..!

Zum Bedenken…….
Allen Menschen ist ein Streben nach Erfolg und Beliebtheit angeboren.
In gesundem Maße sind diese Regungen nützlich und lebensnotwendig.
Das Maß dieser Fähigkeiten muß aber unter Kontrolle bleiben, sonst wird
aus Streben nach Erfolg rücksichtsloses Vordrängen und das Verlangen nach Beliebtheit verleitet zur Schmeichelei. Wer aber, wie Jesus sagt, seinen Erfolg
nicht in menschlicher Ehrung und Gunst sucht, sondern ehrlich um das Wohl
seiner Mitmenschen besorgt ist, wird auch sein eigenes Glück finden…….

In meinem Denken ist mein Ich verborgen,
mit seiner Hoffnung und mit seinen Sorgen,
mit seiner Freude und mit seinem Groll,
auf das was ist, und das, was werden soll.

In meinen Worten ist mein Ich verborgen,
mein Ich ist hörbar nun geworden.
Es teilt sich andern Menschen mit
Und es verwaltet manches Leid und Glück.

In meinen Taten ist mein Ich verborgen,
sie wirken ein auf heute und auf morgen.
Mein Tun kann meinen Teil der Welt verwandeln,
denn, Gut und Böse liegt in meinem Handeln!…..E.O.

St.Notburga
Aus dem Evangelium nach Markus

In jener Zeit rief Jesus die Volksmenge
und die Jünger zu sich und sagte:
Wer mein Jünger sein will,
der nehme täglich sein Kreuz auf sich
und folge mir nach!

 

 

Zum Bedenken:
Wir fühlen uns geschmeichelt, wenn jemand, den wir sehr schätzen,
uns einlädt, ihn bei einem Vorhaben zu begleiten. Dieses tut Jesus.
Alle, die möchten, dürfen mit ihm in guten und traurigen Tagen
auf dem Weg sein. Sie sollen auf seine Führung vertrauen
und darauf hoffen, am Ende des Weges im Hause seines Vaters
wohnen zu dürfen. Machen wir uns also auf, die Lehre Jesu als Vorbild.
Verzagen wir nicht, schultern wir unser Kreuz, wenn es sein muß.
Lassen wir uns nicht beirren und nehmen wir auch andere auf dieser Reise mit!
Wenn Jesus uns begleitet, werden wir Trost finden und Kraft haben für die Aufgaben unseres Lebens!

Notburga, heil’ge Magd,
die uns so vieles sagt,
was immer wertvoll bleibt,
mach uns dafür bereit!

Notburga, starke Magd,
die vieles hat gewagt,
was Menschennot vertreibt,
hilf helfen allezeit!

Notburga, mutige Magd,
die handelt und nicht klagt,
hilf ,daß wir nicht verzagen,
und Gott im Herzen tragen…….E.O.

23. Sonntag im Jahreskreis

Elfriede

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus
Jesus nahm einen Taubstummen beiseite, von der Menge weg.
Dann blickte er zum Himmel auf, seufzte und sprach zu ihm:
–Effeta!– das heißt:–Öffne dich!
Da öffneten sich seine Ohren und löste sich die Fessel seiner Zunge.

Zum Bedenken:
Warum seufzte Jesus, bevor er den Taubstummen heilte?
Dachte er vielleicht an die Macht des Hörens und Sprechens?
Weiß ich um die wohltuende, eventuell aber auch zerstörende Macht,
die mir da gegeben ist?
Habe ich offene Ohren für Aufhetzerei und üblen Tratsch?
Verschließe ich meine Ohren für das Wort Gottes oder
für eine menschliche Bitte?
Rede ich Böses im Zorn oder verschweige ich etwas Wichtiges?
Hören und Sprechen bedeutet Verantwortung,
die ich tragen muß,
zu jeder Zeit!

Was nützt mir im Leben
das beste Gehör,
wenn ich das Klagen
der Menschen nicht hör!

Was nützt eine Zunge,
flink wie der Wind,
wenn sie Worte benutzt,
die unheilvoll sind.

Was nützen mir Sinne,
so scharf wie ein Schwert,
wenn ihnen befiehlt
ein eiskaltes Herz!…….E.O.

 

22. Sonntag im Jahreskreis

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Aus dem Evangelium nach Markus:
Jesus sprach zu den Pharisäern und Schriftgelehrten:
Recht hatte der Prophet Jesaja, als er über euch sagte:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit weg von mir!

Zum Bedenken:
Was geht in mir vor, wenn ich einen Gottesdienst besuche? Gefällt er mir nur, wenn etwas Unterhaltsames geboten wird oder ist mir bewußt, daß Gott mich einlädt und mir besonders nahe sein will? Spreche ich den Gastgeber Jesus persönlich an oder lasse ich ihn links liegen? Bin ich offen für das Wort Gottes oder fühle ich mich nicht betroffen?

Der Unterschied

Der Menschen Liebe ist mangelhaft,
oft unbeständig und unbedacht.
Doch Jesus liebt uns mit göttlicher Kraft,
hat uns zu seinen Geschwistern gemacht.
Er gibt sich als Nahrung im heiligen Brot,
hat für uns erduldet den bitteren Tod,
hat sich selber vergessen, an uns nur gedacht,
wird uns auch nicht verlassen in Leiden und Nacht.
Will zum Himmel uns lenken, verzeihen allzeit,
drum, Seele sei wachsam, zum Hören bereit!……E.O.

 

 

 

21. Sonntag im Jahreskreis

Otter

 

Aus dem Evangelium nach Johannes:
Als sie Jesus zuhörten, sagten viele seiner Jünger:
Seine Worte sind hart, wer kann sie anhören?
Und viele verließen ihn.
Da sagte Jesus zu den zwölf Aposteln:
Wollt auch ihr weggehen?
Simon Petrus antwortete ihm:
Herr, zu wem sollen wir gehen?
Du hast Worte des ewigen Lebens!

Zum Bedenken:
Die Bibelstelle weist darauf hin, daß Glaube eine persönliche Entscheidung ist, und nicht nur ein äußerliches Mitgehen. Glauben heißt, sich für Jesus und seine Worte zu entscheiden, zur Liebe Gottes ja zu sagen und diese Liebe weiterzugeben. Bekennen wir deshalb mit Petrus: Deine Worte, Herr,
sind Geist und Leben. …(August Berz)

Gottes Treue
Wenn auf Gott du vergißt,
ihn nicht mehr vermißt,
wenn du ihn verläßt,
hält er an dir fest.
Und kommst du zurück,
dann sucht dich sein Blick,
er geht dir entgegen
und will dir vergeben.
Er lädt dich ein,
sein Freund zu sein!……..E.O.

                                                          

20. Sonntag im Jahreskreis

Ev.

 

 

Lesung aus dem Brief an die Epheser
Achtet sorgfältig darauf,
wie ihr euer Leben führt
und seid nicht töricht,sondern klug!
Seid nicht unverständig,
sondern achtet darauf,
was der Wille Gottes ist.
Sagt Gott dem Vater
jederzeit Dank für alles
im Namen unseres Herrn
Jesus Christus!

 

Zum Bedenken:
Wenn wir daran glauben, daß Gott uns auf unserm Weg begleitet,
warum unterbrechen wir nicht von Zeit zu Zeit unsere materiellen
und geistigen Tätigkeiten, um ihn zu loben, ihm unsere Armseligkeit
und Schwäche zu gestehen,
ihn vertrauensvoll um seine Gnade zu bitten
und ihm für alles zu danken?..(.J. Kentenich)

 

In Ruhe deinen Tag beginn,
das Denken lenk zum Schöpfer hin,—
er hat dir diese Zeit gegeben,
mit ihm zu meistern dieses Leben.

Gelassen durch die Stunden geh,
bleib treu in deines Gottes Näh.
Er spricht zu dir manch stilles Wort,
und du, hör zu, …und geh nicht fort!

Wenn kommt der Abend dann heran
und was zu tun war, ist getan,
vergiß die Welt und ihren Tand,
laß sinken dich in Gottes Hand.!……E.O.

 

 

19. Sonntag im Jahreskreis:

hAUSWAND

 

 

 

 

 

 

Aus dem Brief an die Epheser:
Verbannt aus eurer Mitte jede Art von Bitterkeit,
Zorn, Geschrei und alles Böse. Seid gütig zueinander und barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat. Werdet Gott ähnlich als seine geliebten Kinder!

 

Zum Bedenken:
Auf vielerlei Weise suchen wir nach dem Weg, der unser Leben gelingen läßt.
Wir ersehnen ein Leben in Fülle. Der Weg dieses Jesus von Nazareth,
seine Liebe zu allen Menschen ohne Ausnahme, seine Botschaft von einem Gott, der die Liebe ist, kann uns als Wegweiser dienen. Wer den Weg Jesu nachgeht, wer seine Wort in sich aufnimmt, ißt vom Brot des Lebens, des Lebens in Fülle.(W.Egger)

Herr, in all den vielen Dingen,
die die Lebenstage bringen,
laß mich dir die Ehre geben!

Herr, in all den vielen Tagen,
hilf mir, meine Last zu tragen,
aber auch mein Glück zu sehn!

Herr, in all den vielen Stunden,
laß mich sein mit dir verbunden,
hilf mir, deinen Weg zu gehn!……..E.O.

 


18. Sontag im Jahreskreis:

 Otter

 

 

Aus dem Evangelium nach Johannes:
Jesus sprach: Müht euch nicht so sehr um die Speise, die verdirbt, sondern um die Speise, die bleibt für das ewige Leben und die ich euch geben werde. Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern und wer an mich glaubt, wird nicht mehr dürsten.

Zum Bedenken:
Jesus hat ein Wunder gewirkt, um die Menschenmenge zu speisen. Aber dieses Brot allein reicht nicht aus. Der Mensch hungert auch nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Güte, Liebe, Licht, Friede, Freude. Und er hungert nach dem ewigen Leben. Aber diesen Hunger kann niemand auf der Welt stillen. Doch Jesus bietet sich dafür an. Er ist das Brot des Lebens, des wahren Lebens, das nicht vergeht und er schenkt uns dieses Brot……(Chiara Lubich.)

Vom Lebensanfang bis zum Tod,
brauchen wir das täglich Brot,
das den Leib mit Kraft erfüllt,
und den Schmerz des Hungers stillt.

Jeden Tag von früh bis spät,,
wenn des Tages Rad sich dreht,
ersehnen wir ein liebes Wort,
und einer Heimat sich’ren Ort.

Mehr aber sollte dich bewegen,
daß auf allen deinen Wegen
Gottes Friede sich verbreite
und sein Segen dich begleite…….E.O.!

 

17. Sonntag im Jahreskreis

Etschtal

 

Aus dem Evangelium nach Johannes:
Jesus ging auf den Berg und setzte sich mit den Jüngern nieder.
Als er aufblickte und sah, daß so viele Leute ihm gefolgt waren, sagte er:
Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese etwas zu essen haben?
Da brachte ihm ein Kind fünf Brote und zwei Fische.
Jesus sprach das Dankgebet und teilte die Brote und Fische aus
und alle wurden satt.

Zum Bedenken:
Wir sollen die Geschichte von der Brotvermehrung nicht hören,
ohne an den Hunger und die Nöte der heutigen Welt zu denken.
In dieser Erzählung kann sich jeder von uns ein Beispiel nehmen an dem Kind, das mit dem Brot und den Fischen zu Jesus kam, um zu teilen.
Vielleicht gab es sogar noch andere, die auch teilen wollten?
Hätte ich mich gemeldet? Habe ich jetzt, in der heutigen Zeit,
von meinem Wohlstand etwas übrig für die hungrigen
und Benachteiligten dieser Welt?
Trage ich etwas bei, zur Verbesserung der Lage?
Oder sage ich: Sie sollen sich selber helfen! Was gehen sie uns an?

 

Vater, Gott, wir sagen: Bitte!
wenn in unsres Tisches Mitte
Trank und Nahrung wartend stehn
und wir froh zum Essen gehn.

Vater, Gott, wir sagen : Danke!
für das Brot und noch für manches,
das du heute uns geschenkt,
daß froher Sinn die Tage lenkt.

Vater, Gott, wir wollen teilen,
nicht nur bei uns selbst verweilen,
sondern sehen auch die Not,
die so vielen Menschen droht!…….E.O.

 


16. Sonntag im Jahreskreis

 Blumenwiese

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
Die Apostel versammelten sich bei Jesus
und erzählten ihm alles,
was sie getan und erlebt hatten.
Da sagte er zu ihnen:
Kommt mit an einen einsamen Ort,
wo wir allein sind und ruht ein wenig aus!

 

Zum Bedenken:
Gott hat uns als freie Menschen erschaffen, nicht als Sklaven.
Wir sollen zwar gewissenhaft unsere Arbeit tun,
aber auch etwas tun können, was keinen unmittelbaren Nutzen bringt,
sondern nur Freude macht.
Es soll Zeit bleiben für Besinnung und Horchen auf das,
was uns stille Minuten sagen.
Oder hetzen wir durchs Leben und werden wir gehetzt,
sodaß wir die Ruhe nicht mehr aushalten können?
Dann leben wir an uns selbst vorbei
und werden unsere eigenen Sklaven. (Schott Meßbuch)

Sich Zeit schenken

Schenke deiner Seele Zeit-
hör auf sie und sei bereit,
ihre Meinung zu erkunden,
zu verbinden ihre Wunden.

Schenke deinem Körper Zeit,
die ihm eine Rast verleiht.
Mach ihn nicht zu deinem Sklaven,
gönn ihm einen Ruhehafen!

Schenke deinem Herzen Zeit,
daß es liebt und auch verzeiht,
Hab Sorge, daß es nicht vergißt,
daß Gott des Lebens Ursprung ist…..E.O.

 

 

15. Sonnttag im Jahreskreis

Sonnenblumen

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich, und sandte sie aus,
jeweils zwei zusammen und er gebot ihnen,
außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen.
Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf.

Zum Bedenken:
Jesus sendet seine Jünger arm und ohne Machtmittel aus.
Er will so für alle Zeiten feststellen: Man darf niemandem den
christlichen Glauben aufzwingen
und der Botschaft von der Liebe Gottes nicht durch äußeren
und inneren Druck zum Durchbruch verhelfen.
Sie müssen auch lernen,
die Ablehnung der Botschaft ohne Bitterkeit zu ertragen—

selbst dann, wenn es sich um die eigenen Kinder und um gute Freunde handelt.
Dieses Evangelium ist auch an uns gerichtet und auch heute noch gilt:
Das Wort Gottes, für das wir eintreten ist wirksam, früher oder später,
nach dem Ratschluß Gottes. (Bischof Wilhelm Egger)

Ertrag
Was du gesät hast, geht nicht verloren.
Vielleicht wird es eingestampft und vergoren,
wird zerrieben oder zerschnitten,
da hilft kein Jammern, da hilft kein Bitten.
Doch zu seiner Zeit, das glaube mir,
wird es zur Nahrung, dir oder mir!…....E.O.


14. Sonntag im Jahreskreis

Elfriede

Aus dem Evangelium nach Markus:
Jesus kam in seine Heimatstadt und seine Jünger begleiteten ihn.
Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Die Menge, die ihm zuhörte,
staunte und sagte:
Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist,
und was sind das für Wunder, die er getan hat?
Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria?
Und sie nahmen Anstoß an ihm. Jesus aber konnte an diesem Ort
keine Wunder tun, und er wunderte sich über ihren Unglauben.

 

Zum Bedenken:
An Jesus zu glauben ist für uns leichter, als für die Menschen von Nazareth,
denn wir glauben auf weite Strecken an einen unsichtbaren, fernen Jesus.
Aber, wenn es darum geht, ja zu sagen zu dem Menschen neben mir,
in der Kirchenbank,in der Gemeinde, im eigenen Haus,
und zu glauben, daß mir in ihm Christus begegnet,
dann sieht das schon ganz anders aus,–
aber darauf käme es an! (Schott Meßbuch)

Zusammenhelfen!
heißt die Devise
schon beim Ernten einer Wiese,
so auch bei allen Dingen,
die die Lebenstage bringen.

Zusammenhalten!
heißt die Devise,
für alle Jungen und Alten,
und miteinander
das Leben gestalten!…….E.O.

 


13. Sonntag im Jahreskreis

 Slowenien 069

 

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
Jesus faßte das gestorbene Kind an der Handund sagte zu ihm:
Talita kum! – das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!
Sofort stand das Mädchen auf und ging umher.

Zum Bedenken:
Wir sollten in diese Geschichte die Gesichter derer hineindenken,
die uns im Tode vorausgegangen sind.
Zu allen sagt der Herr: Steh auf und lebe!
Niemand bleibt immer im Tod. Und denken wir auch daran ,
daß diese Geschichte schon während unseres Lebens wahr wird.
Der Herr ruft uns immer wieder zu: Ich sage dir, steh auf und lebe!.
(Bischof Wilhelm Egger)

Neues Erwachen
Steh auf…..
Es ist ein neuer Morgen da!
Sei wieder stark, sag wieder ja
zu allem, was der Tag dir bringt
und höre auf das Wort, das leise dir erklingt
von deinem Schöpfer,der dich nicht vergißt,
und still dir allezeit verbunden ist.  E.O.

 

 

12. Sonntag im Jahreskreis

 Sturm auf dem see

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
Die Jünger fuhren mit Jesus ans andere Ufer des Sees.
Plötzlich erhob sich ein Wirbelsturm

und das Boot begann, sich mit Wasser zu füllen.
Jesus aber lag hinten im Boot und schlief.

Zum Bedenken:
Wie kann Jesus im Sturm schlafen?….
Jesus ruht in der Liebe seines Vaters, wie ein Kind
in der Liebe seiner Mutter ruht. Während die Stürme heranbrausen,
bleibt sein Herz ruhig…. Dieser Vater Jesu ist auch unser Vater.
Er ist auch bei mir und gerade im tosenden Sturm. Glaube ich das?…(Jan Bots)

Vertrau auf Gott in allen deinen Sachen.
Vertrau auf Gott, er wird es richtig machen.
Leg ihm nur mutig alles hin,
mit ihm ein jedes Werk beginn –
nur so gehst du den rechten Weg,
und strauchelst nicht am schmalen Steg.
Du findest Quellen überall,
wenn du durchwanderst Berg und Tal.
Du trägst die Last, mit neuer Kraft,
wenn seine Liebe mit dir wacht.
Darum auf Gottes Hilfe bau,
dein Leben ganz ihm anvertrau!…..E.O.

 

Herz-Jesu-Fest

Herz-Jesu-fest

 

 

 

 

 

Danklied aus dem Buch Jesaja:
Seht, Gott ist mein Heil:
ich will vertrauen und nicht verzagen,
denn der Herr ist meine Kraft und Stärke.

 

Zum Bedenken:
Gott hat ein Herz, das auf Liebe wartet.
Das ist in Jesus sichtbar geworden.
In ihm ist das Herz Gottes sichtbar geworden:
das verwundete und immer noch liebende Herz.
(Schott)

Herr,
in all den vielen Dingen,
die die Lebenstage bringen,
will ich dir die Ehre geben.
Herr,
in all den vielen Tagen,
hilf mir meine Last zu tragen,
aber auch mein Glück zu sehn!
Herr!
in all den vielen Stunden
laß mich sein mit dir verbunden,
hilf mir, deine Wege gehn!
E.O.

 


10. Son
ntag im Jahreskreis

 

Kreuz

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Markus:
Das sind meine Mütter und Brüder.
Wer den Willen Gottes tut,
ist für mich Bruder, Schwester und Mutter!

 

Zum Bedenken:
Jeder, zu dem Gott mich führt
oder den er zu mir führt,
damit ich ihn erfreuen und trösten,
ihm raten oder helfen
kann durch mein Tun oder durch mein Gebet,
ist mir als Allernächster anvertraut .(Pauluskalender)

 

Ich bitte um Gottes Segen
auf all meinen Wegen,
für alle, die mir begegnen,
für alle, die ich kenne
und bei ihrem Namen nenne,
für die Menschen der ganzen Welt,
mit aller Sorge, die sie quält.
Auch die Verstorbenen schließe ich ein,
sie sollen bei Gott geborgen sein……..E.O

 

 

 

Dreifaltigkeitsonntag

Tarasp

Tarasp

 

 

 

 

 

 

Lesung aus dem Brief an die Römer:
Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen,
sind Söhne und Töchter Gottes.

 

Gott hat sich uns zugewendet,
er hat sich uns ausgeliefert,
damit wir an seine Liebe glauben.
(Schott Meßbuch)

Gott,
du bist uns Mutter und Vater,
bist uns Freund und Berater,
unsre Zuflucht, unser Daheim,
unser Hoffnungsschein!
Gott,
weil Not und Sünden
uns quälen und binden,
bist du in Jesus erschienen,
um uns zu dienen.
Gott,
aus dir kommt der Geist,
der den Weg uns weist,
deine Kinder zu werden,
schon hier auf Erden!
E.O.

 

 

Pfingstsonntag

 

Pfingstrosen

 

 

 

 

Aus dem Evangelium nach Johannes:
Jesus sprach zu den Jüngern: “Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat,

so sende ich euch!” Nach diesen Worten hauchte er sie an und sagte: “Empfanget den Heiligen Geist!”

Zum Überdenken:
Wer bittet: “Komm, Heiliger Geist”,

 

muß auch bereit sein, zu bitten:
“Komm, und störe mich,
wo ich gestört werden muß!”….
(Aus dem Schott- Meßbuch)

 

Kehr bei uns ein!

Geist der Weisheit, des Verstehens,
Geist des Miteinandergehens,
Geist des Rates und der Stärke,
sporn uns an zum Friedenswerke.
Geist der wahren Wissenschaft,
gib dem Herzen Licht und Kraft,
Geist des Zwiegesprächs mit Gott,
sei meiner Seele sichrer Hort!
E.O

 

 

Siebter Sonntag der Osterzeit

Prutz

 

 

 

 

Aus dem Tagesgebet der hl. Messe:

Allmächtiger Gott, erhöre unser Rufen
und laß uns erfahren,
daß Jesus alle Tage bis an das Ende
der Welt bei uns bleibt,
wie er es uns verheißen hat!

 

Ich grüße dich, Herr Jesus Christ,
der du mein Gott und Heiland bist!
In Freud und Leid schau ich auf dich,
du, meines Lebens Trost und Licht.
Du, meines Lebens höchstes Gut,
erfülle mich mit starkem Mut
und laß mich die Verzagtheit meiden,
in deinem Willen treu mich bleiben!
Herr, sei bei mir bis an das Ende,
und alles dann zum Guten wende!….…..E.O.

 

6. Sonntag der Osterzeit

Tulpen

 

 

 

 

 

Lesung aus dem 1. Johannesbrief:
Liebe Schwestern und Brüder!
Wir wollen einander lieben,
denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt,
stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt,
hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.

 

Am nächsten Sonntag ist Muttertag und wir denken dankbar an unsere
wohl oft schon verstorbenen Mütter, die auch im Himmel bestimmt um
uns besorgt sind. Auch an die Gottesmutter wenden wir uns an diesem
Festtag voll Vertrauen auf ihre Hilfe für alle hier auf Erden.

Gottesmutter, sei gegrüßt,
die du unsre Mutter bist!
Bitte schütz uns vor Gefahren,
laß uns deine Huld erfahren.
Hier in diesem Erdentale,
haben wir schon viele Male,
unter deinem Schutz gestanden,
wo wir sichre Zuflucht fanden.
Gottesmutter, bei uns bleib,
mach für’s Gute uns bereit,
daß wir einst am letzten Tage,
Mutter, dir ein Danke sagen!..…..E.O.

 

 

Fünfter Sonntag der Osterzeit

 

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Aus dem Evangelium nach Johannes:

Jesus sprach: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige.
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht,
denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. (Joh 15,5)

                                    
In Jesus bleiben ist nicht eine Sache des Gefühls
und der Stimmung, sondern der lebendigen Tat:
den
Glauben leben und die Liebe tun.(Schott Meßbuch)

 

Jesus am Lebenssteuer

Der gute Wille ist oft eine Seifenblase:
Nach kurzer Zeit zerplatzt sie auf der warmen Nase–
ein schillerndes Gebilde, das zum Himmel schwebt,
jedoch beim ersten Hindernis in Nichts zergeht.
Der gute Wille aber ist der Motor unsres Strebens,
doch ohne durchzuhalten leider ganz vergebens.
Und darum sei er keine Seifenblase
die frech herumtanzt auf der Nase,
doch ein Ballon mit einem sichern Korb,
in dem ein Steuermann für gute Landung sorgt!  E. Otter

                   

 

4. Sonntag der Osterzeit

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Aus dem Evangelium nach Johannes:

Jesus sprach:”Ich bin der gute Hirt.
Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe.
Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen
und die Meinen kennen mich.”
(Joh 10,11ff)
 

Und was tu ich?

Wo niemand liebt,
Herr, da liebst du.
Wo man verschweigt,
Herr, da sprichst du.
Wo alle froh sind,
aber einer nicht,
da zeigst du diesem
dein Gesicht.
Wo alle Freunde sind,
nur einer, der ist fremd,
gehst du zu ihm geschwind,
schenkst ihm dein Hemd!   E. Otter)

 

 

3. Sonntag der Osterzeit

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Aus dem Evangelium nach Lukas:

Während die Jünger miteinander sprachen,
stand plötzlich Jesus in ihrer Mitte.
Er sagte zu Ihnen:”Habt keine Angst!
Ich bin es!”

Österliches Dankgebet

Jesus, ich danke dir!
Dein Leben schenkst du mir,
dein Leiden war für mich,
Jesus, du rettest mich!

Jesus, ich danke dir!
Lebend stehst du vor mir,
sagst zu mir:”Habe Mut!
Ich mache alles gut!”

Jesus , ich danke dir!
Alles verzeihst du mir,
Du hast die Menschen gern,
kennst ihren guten Kern!   E.Otter

 

2. Sonntag der Osterzeit

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Jesus sprach zu Thomas:

Weil du mich gsehen hast, glaubst du.
Selig, die nicht sehen und doch glauben.
(Joh 20,19-31)

 

Dankbarkeit

Mein Glaube hat mich nie verlassen,
auf steilem Weg, in engen Gassen
war er in meinem Herzen stets
in stiller Treue unterwegs:
Ein Bote aus dem Himmelreich,
ein Freund und Helfer auch zugleich,
ein Mahner und ein Fingerzeig,
ein Anwalt der Besonnenheit,
ein Trost, ein Licht der Zuversicht,
Erinnerung an meine Pflicht—,
Träger der Hoffnung und der Liebe
in diesem rauen Weltgetriebe!         E. Otter